Wesertunnel – 'Wie ein Hamster im Käfig' – Wesermarsch Zeitung vom 12.01.2004

WESERMARSCH ZEITUNG vom 12. Januar 2004

“Wie ein Hamster im Käfig gelaufen”

Weserquerung: Nordenhamer behaupten sich gut beim Marathon in der Nordröhre des Wesertunnels

Von Horst Lohe

Kleinensiel/Dedesdorf. "Wie ein Hamster im Käfig” fühlte sich der Nordenhamer Marathon-Läufer Harald Peplau (59) gestern im Wesertunnel. Allerdings sei die Strecke nicht ganz so steil gewesen, wie er vermutet habe. “Durchkommen und sich einigermaßen wohl fühlen”, das sei sein Ziel gewesen. Peplau gehörte zu den sechs Nordenhamern, die sich gestern die einmalige Gelegenheit nicht entgehen ließen, unter der Weser zu laufen. Sie waren im Feld von etwas mehr als 100 Teilnehmern des Wesertunnel-Marathons. Eine Läuferin kam aus Polen, zwei Läufer kamen aus Dänemark, drei aus England, der große Rest aus Deutschland.

Die Einmaligkeit dieses Marathons hatte alle angezogen. Einen solchen Lauf wird es im Tunnel, der am 20. Januar für den Straßenverkehr frei gegeben wird, kein zweites Mal geben. Zuschauer waren nicht zugelassen. Die noch abgasfreie Luft sei angenehm gewesen, hieß es. Während draußen heftige Regenschauer niedergingen, blieben die Läufer im Trockenen. Innerhalb der nördlichen Tunnelröre war jeder der beiden Fahrstreifen 13-mal zurückzulegen. Die Gesamtstrecke betrug 42 Kilometer, wobei je Weg etwa 20 Höhenmeter, insgesamt also etwa 520 Höhenmeter bewältigt werden mussten. Die Zeitnahme und Rundenerfassung erfolgte mittels Handgelenk-Chip.

Nach nicht einmal drei Stunden hatte der Sieger das Ziel erreicht: Frank Themsen (35) von der Leichtathletik-Gemeinschaft Bremen-Nord. Er schaffte die Strecke in zwei Stunden, 44 Minuten und 59 Sekunden. Sein Kommentar auf Anfrage der NWZ: “Es war ein einmaliges, schönes Erlebnis. Nach eineinhalb Stunden wurde es wegen der Luftfeuchtigkeit am Körper allerdings sehr nass und kalt. Das Ungewohnte war, den ‘Berg‘ jeweils runter und rauf zu laufen.”

Beste Läuferin war Barbara Szlachetka aus Hamburg (3:55:03). Die sechs Nordenhamer behaupteten sich gut. Jörg Brunkhorst erreichte den 7. Platz (3:12:49). Norbert Lindemann wurde Zwölfter (3:20:46). Harald Peplau schaffte Rang 30
(3:48:35). Klaus Janßen und Helge Schweers erreichten zeitgleich den 53. Platz (4:14:05). Hermann Heuke kam auf Rang 68 (4:28:56). Der für den SV Nordenham startende Holger Gödicke aus Bremen wurde sogar Fünfter (3:11:9).

Doch die erreichte Zeit war nicht ausschlaggebend. “Wir laufen nicht wegen der Ergebnisse, der Marathon als solcher zählt”, unterstrich Dr. Jürgen Kuhlmey aus Oldenburg. Er ist Vorstandsmitglied des “100 Marathon Club” (Hamburg), der diesen einmaligen Wesertunnel-Marathon organisiert hatte. Club-Vorsitzender Christian Hottas aus Hamburg zog gestern Abend diese Bilanz: “Der Marathon im Tunnel ist super gut gelaufen. Alle Läufer waren hellauf begeistert. Wir hatten bei der Organisation nur eine kurze Vorlaufzeit, mussten daher improvisieren, doch das ist dank des Einsatzes von Jürgen Kuhlmey gelungen. Es war ein tolles Lauferlebnis.”

Quelle: http://www.klaus-michalski.de/Start/PresseVeranstaltungen/Starter/PresseVeranstaltungenA/PresseVeranstB/presseveranstc.html

12.1.04 20:45

Letzte Einträge: Kliplev / DEN – Motorvejsløbet 2012 (M51 - Marathon) am 24.03.2012 – Newsletter vom 17.03.2012, 'So soll die neue Süderelbbrücke aussehen' - NDR 90,3 vom 16.05.2013

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL